Denkmal für erste norwegische Bischöfin im Havelland geplant
Mit der Spende von Dr. med. Dipl.-Med. Rüdiger Croux aus Friesack sind bereits 3.600 Euro allein durch Rathenower Bischofsurkunden zusammengekommen. Der Medizinalrat erwarb kürzlich die mit der Nummer 18.
Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche will einer 1939 in Rathenow geborenen Frau ein Denkmal setzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Rosemarie Köhn und ihre Mutter nach Norwegen ausgewandert. Das Kind wurde dort zu einer bedeutenden Theologin und zur ersten Frau im Bischofsamt. Geschätzt rund 25.000 Euro sind für Bronzeskulptur und Sockel notwendig.
Der Verein gibt sogenannte Bischofsurkunden heraus, jede im Wert von 200 Euro. Die mit Nummer 18 hat Rüdiger Croux aus Anlass seines 80. Geburtstags erworben. Er selbst hat etwas regionale Gesellschaftsgeschichte geschrieben.
Nach dem Studium der Humanmedizin an der Berliner Charité war Croux als Kreishygienearzt in Nauen tätig, und nach der Einheit Deutschlands (1990) wurde er erster Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamts im Landkreis Nauen. Nach der Kreisfusion mit Rathenow war er stellvertretender havelländischer Amtsarzt – bis zu seiner Berentung, wie der Förderkreis wissen lässt. Seit zehn Jahren gehört er dem Verein an, dem auch Rosemarie Köhn später beigetreten war. Sie starb 2022, war 2021 zur Rathenower Ehrenbürgerin ernannt worden.
Wie der Verein ferner wissen lässt, habe die norwegische Künstlerin Merete Sejersted Bodtker das Kunstwerk bereits gegossen. Der Rathenower Steinmetzmeister Rolf Eißer soll den Steinsockel für das Denkmal schaffen.





