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Donnerstag, 16. April 2026

Dem Storch direkt ins Nest schauen

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Am unteren Bildrand ist ein Storchennest aus vielen Ästen zu sehen, in der Mitte sitzt ein Storch und brütet. Am rechten Bildrand ist das Wappen der Gemeinde Schönwalde-Glien zu sehen.
Am Nachmittag des 9. Aprils 2026 sitzt bereits ins Altvogel im Nest und scheint zu brüten. Bildquelle: Screenshot

Eine neu installierte Kamera liefert live spannende Einblicke in den Alltag der Tiere in Pausin.​ Die Störche sind zurück in Brandenburg und damit auch die beliebten Webcams, die auf Horste gerichtet sind und über die man jederzeit das Leben, die Brut und die Aufzucht der Störche verfolgen kann. Seit wenigen Tagen gehört auch das Storchennest in Pausin, einem Ortsteil von Schönwalde-Glien, zu den Horsten mit Liveübertragung ins Internet, wie die Schönwalder Gemeindeverwaltung informierte.​

Seit Jahrzehnten gehöre das Storchennest, der sogenannte Horst, zum festen Bestandteil des Ortsbildes in Pausin. Seit 1978 kehren die Tiere alljährlich Ende März bis Anfang April aus ihren Winterquartieren zurück und ziehen hier ihre Jungen auf, wie es weiter heißt. In diesem Jahr sei der erste Storch pünktlich zu Ostern angekommen und hat bereits eine Störchin gefunden. Mit Beginn der aktuellen Brutsaison ist dieses Naturereignis nun auch digital erlebbar: Die neu installierte Storchenkamera ermöglicht erstmals eine durchgehende Live-Beobachtung.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Familien und Kinder, die Einblicke in das Verhalten der Tiere erhalten können. Zu beobachten sind unter anderem das Brutverhalten sowie das Aufwachsen der Jungstörche. Mit fortschreitender Entwicklung lassen sich auch die ersten Flugversuche der jungen Störche verfolgen. Derzeit sieht man tatsächlich bereits einen Altvogel im Nest sitzen und brüten.

Interessierte können das Livegeschehen online auf www.schoenwalde-glien.de/de/unsere-gemeinde/livecam-storchennest-pausin/ verfolgen.

Storchennest musste den Platz wechseln

Das Pausiner Storchennest hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Ursprünglich befand es sich auf dem Schornstein einer Bäckerei. Nachdem dieser infolge eines Blitzeinschlags beschädigt wurde, entschied man sich zum Bau eines Betonpfeilers. Das Nest wurde anschließend mithilfe eines Krans an den heutigen Standort Am Anger 16 umgesetzt, wo es bis heute besteht.

Die Initiative zur Einrichtung der Kamera geht auf die Ortsvorsteherin Bärbel Eitner zurück. Ziel war es, die Beobachtung der Störche für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen und das Interesse an Natur- und Artenschutz zu fördern.

Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) lädt insbesondere Familien ein: „Die Storchenkamera bietet Kindern und Eltern die Möglichkeit, das Aufwachsen der Jungstörche aus nächster Nähe zu verfolgen – von den ersten Tagen im Nest bis hin zu den ersten Flugversuchen.“

Ergänzend zur digitalen Perspektive besteht weiterhin die Möglichkeit zur direkten Beobachtung vor Ort. An der sogenannten Storchenbank Am Anger können Besucherinnen und Besucher das Nest mit freiem Blick einsehen. Die Sitzgelegenheit ist Teil des Projekts „Von Bank zu Bank im Havelland“, das zur Erkundung der Region einlädt.

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