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Donnerstag, 16. April 2026

Bürgerbudget 2027: Rathenow sucht Ideen, die machbar sind

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Etwas Kunst in Strandnähe am Wolzensee: Auch eine im Rahmen des Bürgerbudetss 2027 anzuschaffende Stranddusche könnte eine gute Idee sein. Foto: René Wernitz

Manchmal sind es kleine Investitionen, die das Leben lebenswerter machen, sofern die Finanzierung geklärt ist. Insofern bietet das Bürgerbudget der Stadt Rathenow beste Gelegenheit, eigene Vorstellungen zu realisieren. Die Vorschlagsfrist endet am 27. Februar 2026

Die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung war bislang relativ hoch, weil nur wenige Leute teilhaben wollten. Etwa für das 2025 entwickelte Bürgerbudget 2026 genügten 195 Stimmen, damit der Historische Friedhof auf dem Weinberg Sitzbänke erhält. Elf Stimmen brachten 3.000 Euro für die Aufwertung der Festwiese im Ortsteil Steckelsdorf. Von ursprünglich 23 Vorschlägen aus der Bürgerschaft gelangten 17 zur Abstimmung – davon elf für die Kernstadt und sechs für die Ortsteile. Je fünf Vorschläge waren erfolgreich. Insgesamt fließen 47.000 Euro.

Am 2. Februar 2026 startete die Vorschlagsphase zum Bürgerbudget 2027. Die Einreichung erfolgt über ein Kontaktformular auf der Stadtseite im Internet. Früher notwendige Anmeldungen per Benutzerkonto entfallen jetzt. Alternativ können Ideen per Post oder telefonisch in der Stadtverwaltung eingereicht werden. Die Vorschlagsfrist endet am 27. Februar 2026.

Es folgt die bis 10. April 2026 dauernde Prüfphase im Rathaus. Hier wird geschaut, welche Ideen tatsächlich umsetzbar wären und was sie kosten würden. Die finale Abstimmungsphase findet vom 13. April bis 8. Mai 2026 statt. In diesem Zeitraum kann jeder ab 14 Jahren über die als umsetzbar und im Kostenrahmen liegenden Vorschläge abstimmen. Das hierfür notwendige Formular wird auch auf der Stadtinternetseite bereitgestellt.

Beim Bürgerbudget geht es tatsächlich zu wie bei „Wünsch dir was!“. Darf es vielleicht eine Stranddusche am Wolzensee sein, ein Denkmal für die erste Frau im Bürgermeisteramt oder ein analoger Meckerkasten auf dem Märkischen Platz? Da die Verwaltung ohnehin prüft, kann erstmal alles als gute Idee gelten, was sich die Leute vorstellen können.

In der Mitte ein in verschiedenen Blautönen besprühter Verteilerkasten, links und rechts davon kniet jeweils ein Mann. Der linke hat ein helles Hemd an, der recht trägt ein grau-blaues Jackett und einen runden Hut.

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