Bis 2014 dachte er von sich, dass er nicht wirklich malen kann
Im Kulturzentrum Rathenow kann jeder Verzagte demnächst einige Werke eines Künstlers kennenlernen, der bis 2014 nicht von sich dachte, dass er realistisch malen könnte. Die musikalisch umrahmte Vernissage am Mittwoch, 18. März, beginnt um 18.00 Uhr.
„Mal doch mal was Schönes!“ – Wohl den meisten Leuten würde es bereits an Inspiration mangeln. Dann noch ein Bild so auf Papier oder Leinwand bringen, dass andere sagen würden, „das hast Du gut gemacht“, ist sicher die größte Kunst. Wer sich mit realistischen Motiven überfordert sieht, könnte es gern mit abstrakten probieren. Die Malkunst hat schon einige Werke hervorgebracht, denen Laien den inzwischen extrem hohen Wert nie ansehen würden. So hat ein Sammler im Jahr 2006 das Bild „No. 5, 1948“ des US-Amerikaners Jackson Pollock (1912-1956) für umgerechnet etwa 140 Millionen Euro erworben.
Hiesiger Beleg dafür, dass man vielleicht einfach nur zum Pinsel greifen muss, um sich zu entdecken, ist der Berliner Sascha Raniszewski. Dem 1977 geborenen Berliner ist das ausgerechnet zur Fußball-Weltmeisterschaft vor zwölf Jahren gelungen. Auf der Internetseite lässt er über sich wissen: „Ein großer Zeichner war ich nie. Von einem untauglichen Versuch 2009 abgesehen, war ich nur abstrakt unterwegs. Und doch versuchte ich es dann einfach – passend zur damaligen WM – mit ein paar Fußballlegenden. Fasziniert, male ich seitdem nichts anderes mehr als Porträts.“
Seine Ausstellung „Blickwechsel“ wird bis 2. Mai 2026 im Kulturzentrum gezeigt, also über die diesjährige Frühlingsgalerie hinaus. Wer sich in und um Rathenow gern künstlerisch betätigt, kann sich am verkaufsoffenen Sonntag, 12. April, mit bis zu drei eigenen Werken beteiligen.
„Angesprochen sind alle Interessierten unabhängig von Alter oder Erfahrungsstand, von Schülerinnen und Schülern über Hobbykünstler bis hin zu professionell Tätigen“, wie die Stadt informiert. Die Kunstwerke werden in den Schaufenstern der Rathenower Einzelhändler in der Innenstadt präsentiert und sollen den Stadtbummel an diesem Tag zu einem besonderen Erlebnismachen.
Die Abgabe der Werke kann direkt in einem ausgewählten Geschäft der Innenstadt erfolgen oder nach vorheriger Kontaktaufnahme bei Franziska Rahn – E-Mail-Adresse kultur@stadt-rathenow.de – in der Kulturabteilung des Rathauses. Anmeldeschluss ist am 23. März. Indessen bietet die Volkshochschule in Rathenow verschiedene Kurse, zu finden auf ihrer Internetseite unter „Malen und Zeichnen“.





