Bis 1940 in Bessarabien gelebt, dann umgesiedelt – jetzt wird das Havelland wieder zum Treffpunkt
Jährlich kommt es in Stechow (bei Rathenow) zum Treffen von Leuten aus ganz Deutschland, die aus Bessarabien stammen oder deren familiäre Wurzeln dort liegen. 2026 ist dafür der 4. Oktober vorgesehen. Los geht es um 10.00 Uhr in der Stechower Kulturscheune.
Thematisch geht es diesmal um „Unsere Dörfer nach dem Auszug der Bessarabiendeutschen 1940“. In jenem Jahr waren das nationalsozialistische Deutsche Reich und die kommunistische Sowjetunion noch Partner. Nach Eroberung Polens galt ein 1939 unterzeichneter Grenz- und Freundschaftsvertrag („Hitler-Stalin-Pakt“).
Anfang des 19. Jahrhunderts waren mehrere tausend Deutsche als Kolonisten in die Schwarzmeerregion ausgewandert. Laut Wikipedia entwickelten sich aus 24 Mutterkolonien mehr als 150 bessarabiendeutsche Siedlungen. 1940 wurde die Region von der Sowjetunion besetzt. Mit der (noch) befreundeten deutschen Seite wurde die Umsiedlung vereinbart. Es startete eine „Heim ins Reich“-Aktion, wobei die Bessarabiendeutschen in eroberten polnischen Gebieten angesiedelt wurden. 1944 kam es zur Flucht vor der sowjetischen Armee. Zahlreiche Leute fanden im Havelländischen eine neue Heimat.
Zum Bundestreffen in Stechow mögen die Gäste, so die Vorstellung des in Stuttgart ansässigen Bessarabiendeutschen Vereins, viele Fotos aus der alten Heimat mitbringen. Wer dabei sein will, melde sich im Havelland bei Dagmar Schubert unter 03385/5679057 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail an mein-bessarabien@gmx.de. Anmeldungen sind noch bis 24. September möglich





