Bibi & Tina Freizeitpark in Elstal soll 60 Millionen Euro kosten
Mitten auf die Baustelle hatte Robert Dahl, Inhaber von Karls Erdbeerhöfen, am Mittwoch, 1. Juli 2026, geladen. Und gekommen sind unter anderen auch Ministerpräsident Dietmar Woidke und Landrat Roger Lewandowski. Der Anlass: Richtfest für das erste Haus im zukünftigen Bibi & Tina Freizeitpark, der auf dem Gelände der ehemaligen Adler-Löwen-Kaserne in Elstal, direkt neben Karls Erlebnisdorf, entsteht.
Rund 60 Millionen Euro will Robert Dahl in den neuen Freizeitpark investieren. Nach mehreren Jahren Planung will er in der nur sehr kurzen Bauzeit von einem Jahr fertig sein. Die Eröffnung ist bereits fest für den 1. Juli 2027 eingeplant, verspricht Dahl. Entstehen sollen unter anderem ein Familienhotel, elf neue Fahrgeschäfte, Spielmöglichkeiten und zehn Gastronomien auf mehr als 35.000 Quadratmetern Parkfläche. Alles natürlich ausgerichtet nach den Bibi & Tina Zeichentrickserien, den Hörspielen und der dort verwendeten Musik. Auch ein Musical-Theater, das jeden Abend ein Bibi & Tina Stück aufführt, wird darunter sein.
Dieses Projekt hat sich eher zufällig ergeben, wie Robert Dahl am Mittwoch wissen ließ. Eigentlich habe er den Kiddinx- Verlag, unter dessen Betreuung Bibi & Tina stehen, kontaktiert, um einen Trickfilm über die „Karlsbande“ realisieren zu lassen. Aus der Idee heraus wurden dann mehrere mit Kiddinx produzierte Hörspiele der Karlsbande und „nebenbei“ die Inspiration eines Themenparks für Bibi & Tina.
Es wird der weltweit erste Freizeitpark, der sich den beiden Figuren und ihren Pferden widmet. Um das Konzept für den Park zu entwickeln, hat Dahl ein Designteam zusammengestellt, rund 100 Hörspiele gehört und Filme geguckt, um in die Welt rund um den Martinshof einzutauchen. Sie seien die größten Fans, so Robert Dahl. Alles sei ihnen wichtig. So sei man sich beispielsweise nicht zu schade, eine Stunde lang über Türklinken im zukünftigen Hotel zu diskutieren.
Als positiv verrückt, mit unglaublicher Energie, die ansteckt, so beschreibt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke Robert Dahl. Damit bewege er unglaubliche Dinge. Er dankte Dahl dafür, dass er nach Brandenburg gekommen ist und gerade diese ehemalige militärische Liegenschaft übernommen hat. Auch da müsse man schon ein bisschen positiv irre sein, um auf diese Altlast zu gehen. Zudem sei gerade das Havelland eng verbunden mit Pferden und deshalb der passende Standort für Bibi & Tina.

Landrat Roger Lewandowski lobte ebenfalls den Mut, sich der Konversionsfläche anzunehmen und nicht aufzugeben, auch als immer mehr Überraschungen dazu kamen und beispielsweise viel mehr Boden ausgetauscht werden musste als zunächst angenommen. Lewandowski traut dem Karls-Team auch zu, den ambitionierten Zeitplan zu halten und in einem Jahr zu eröffnen. „Wenn es eine öffentliche Verwaltung gewesen wäre, hätte ich den Termin nicht genannt“, scherzte der Landrat.
Er habe jeden einzelnen Gemeindevertreter mitgenommen, so Enrico Lindhorst, Vorsitzender der Wustermarker Gemeindevertretung und auf dem Richtfest in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister Holger Schreiber unterwegs. Es sei ein prägendes Projekt für Wustermark und es gäbe keine bessere Nachnutzung für das Gelände, so seine Meinung.





