Besonderes Prädikat für Duncker-Oberschule in Rathenow
Die Oberschule in Rathenow setzt voll auf den Industriellen Johann Heinrich August Duncker und zeitgemäße Berufsorientierung. Welches Prädikat jetzt hier für die nächsten fünf Jahre an der Wand hängt.
2007 bestand noch kein Fachkräftemangel. Die Arbeitslosenquote war auch in und um Rathenow sehr hoch, allerdings erheblich gesunken: von 26 Prozent im Jahr 2003 auf 19,4 Prozent im Jahr der Gründung der Oberschule Rathenow. Als sie 2007 an den Start ging, musste vielfach noch geradezu darum gebettelt werden, dass Betriebe mehr bzw. überhaupt junge Leute ausbilden mögen.
2009 kam mit Johann Heinrich August Duncker (1767-1843) jener Mann aus Rathenow in den Namen, der hier vor 225 Jahren die optische Industrie angeschoben hatte. Die Oberschule setzte auf Regionalität und Partnerschaften mit der heimischen Wirtschaft. Mit ihrem berufs- und praxisorientierten Profil sollte sie in anbrechenden Zeiten des allgemeinen Fachkräftemangels genau richtig liegen. Unmittelbar vor den Sommerferien 2006 erlangte sie ein besonderes Prädikat. Bis 2031 ist sie „Ausgezeichnete Schule für die Umsetzung von Praxislernen in Werkstätten und Betrieben“.
Das Prädikat ist unterschrieben von Bildungsminister Gordon Hoffmann sowie vom Vorstandsvorsitzenden und der Geschäftsführerin des Netzwerk Zukunft, Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V. Die Auszeichnung würdige das Engagement, Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit der Arbeitswelt vertraut zu machen und ihnen wertvolle praktische Erfahrungen zu ermöglichen, so Jana Brandstäter. Sie würden durch die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und Werkstätten Einblicke in verschiedene Berufsfelder erhalten, könnten ihre eigenen Stärken entdecken und wichtige Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft sammeln.

„Wir bedanken uns bei allen beteiligten Partnerbetrieben, Werkstätten, Lehrkräften und Unterstützenden, die dieses erfolgreiche Praxislernen ermöglichen. Wir sind stolz auf diese Auszeichnung und freuen uns darauf, das Praxislernen auch in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln“, so Fachkonferenzleiterin.





