Beschlagnahmung: 37 Pferde in Schönwalde-Glien erfolgreich versteigert
Es waren 37 Pferde, 16 Hengste und 21 Stuten verschiedener Rassen, die vor einer Woche in Schönwalde-Dorf öffentlich versteigert wurden. Zuvor waren sie vom havelländischen Veterinäramt beschlagnahmt worden. Die ehemalige Eigentümerin hat wegen tierschutzrelevanter Haltung ein Tierhalteverbot auferlegt bekommen.
Seit der Ankündigung der Versteigerung hatte diese hohe Wellen bei Pferdebesitzern, vor allem in den sozialen Medien, geschlagen und so war es wenig verwunderlich, dass am 21. März 2026 mehrere hundert Menschen zur Versteigerung erschienen. Viele hatte bereits Pferdeanhänger dabei. Denn eine Regel dieser Art der Versteigerung ist es, dass die gekauften Tiere noch am selben Tag mitgenommen werden müssen.
„Derartige Auktionen ziehen oft Aufmerksamkeit auf sich. Das liegt zum einen daran, dass schlechte Tierhaltung von vielen Menschen zu Recht als Verstoß gegen ein hohes Gut, nämlich als mangelnde Verpflichtung und Achtsamkeit gegenüber Schutzbefohlenen, gesehen wird. Zum anderen ist das Interesse daran hoch, dass die Tiere in gute Hände gelangen“, so Amtstierärztin Dörte Wernecke. Da alle Pferde vermittelt werden konnten, sei das auch gelungen. Das ist nicht selbstverständlich, da nicht alle der zwischen einem und 28 Jahren alten Tiere in einem guten Zustand waren.
„Besonders erfreulich war es zu sehen, dass selbst für die über 20-jährigen Tiere Menschen da waren, die sich verantwortlich fühlen und sich dafür einsetzen, dass diese Pferde ein würdiges Zuhause und angemessene Pflege finden“, so Amtstierärztin Dörte Wernecke im Nachgang.
Das „günstigste“ Pferd wechselte für gerade einmal 400 Euro in neuen Besitz, drei Pferde erzielten mit jeweils 7.500 Euro die höchsten Gebote, darunter eine fünfjährige Achal Tekkiner Stute und eine erst ein Jahr alte Fuchsstute. Die mehr als 20 Jahre alten Stuten bewegten sich im Rahmen zwischen 400 Euro und 1.400 Euro, ließ Wernecke weiter wissen.





