Ausbildungsbörse lockte Schüler aus dem ganzen Havelland
Am Donnerstag, 26. Februar 2026, war in den Hallen des MAFZ Erlebnisparks in Paaren im Glien ordentlich was los. Zum wiederholten Mal hatte der Landkreis Havelland mit weiteren Partnern zur Börse für Ausbildung und Studium geladen. 91 Aussteller, darunter 13 neue, nutzten die Chance, sich den Schülerinnen und Schülern vorzustellen und für ihre Berufe zu werben.
Wie auch Landrat Roger Lewandowski in seiner Begrüßung sagte, zeigt die Börse die Vielfalt, die hier in der Region zu finden ist. Die Bandbreite reicht dabei vom klassischen Handwerksbetrieb über Logistik, Pflege und Verwaltung bis zur Justiz.
Man müsse die Gelegenheit nutzen, um für sich Werbung zu machen. Man müsse zeigen, dass man da ist, betonte der Landrat. Es gebe heutzutage so viele Möglichkeiten, sich schlau zu machen, aber für die jungen Menschen sei es oftmals schwierig, sich zu entscheiden. Daher müssten die Betriebe zeigen, welche Perspektiven es gibt.
Der Landkreis wünscht sich, dass die jungen Menschen hier im Havelland bleiben, wenn sie eine Ausbildung oder ein Studium beginnen. Es sei wichtig, dass sie dann nicht weggehen und wegbleiben, sondern hier vor Ort verwurzelt bleiben, bei Familie und Freunden.
Mehr als 1.600 Schülerinnen und Schüler begleitet von rund 80 Lehrkräften waren auf der Börse unterwegs. Sie wurden im Laufe des Tages mit Bussen direkt vor die Tür gefahren. Die jungen Menschen hatten viel Zeit, Fragen zu stellen und Aussteller konnten versuchen, sie von ihren Betrieben, von ihren Berufen zu überzeugen.
Einer der Aussteller war der Energiepark Brandenburg aus Falkensee. Sie bilden Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik aus. Ein anspruchsvoller Beruf sei es, man dürfe keine Angst vor Mathe und Physik haben, erfuhren Interessierte am Stand. Technisches Verständnis sei ebenso wichtig, wie ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl und eine Affinität zu „kleinen Fummelarbeiten“. Um zu sicherzustellen, dass die Ausbildung das Richtige ist, können junge Menschen ein Probearbeiten vereinbaren. Zwei Azubis pro Jahr werden hier gesucht.
Wesentlich mehr freie Azubistellen gibt bei der Panther-Gruppe, wo in drei Firmen in elf Berufen ausgebildet wird. Einige davon, wie Packmitteltechnologen, sind wohl nur wenigen geläufig. Die zur Gruppe gehörende Wepopa Wellpappenfabrik wurde 2025 als TOP-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet.
Landrat Roger Lewandowski versprach im Übrigen, dass es auch im kommenden Jahr wieder eine Börse für Ausbildung und Studium geben wird. Angesichts der ungewissen Zukunft des Erlebnisparks ist allerdings noch nicht sicher, ob diese wieder dort stattfinden kann. Darüber soll rechtzeitig informiert werden.





