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Freitag, 8. Mai 2026

Auf dem Weinberg in Rathenow: Aufklappbare Karte weist Weg zu den bedeutendsten Grabstätten

Havelland, Rathenow
Friedhof-Rathenow-Wernitz
Der Historische Friedhof auf dem Weinberg in Rathenow liefert reichlich Heimatgeschichte. Foto: René Wernitz / Archiv

Auf dem Historischen Friedhof zu Rathenow ist das Bestattungswesen mit Stadtgeschichte, Kirche, Kultur und Natur verwoben. Dem hat Heimatgeschichtsfreund Werner Coch eine Broschüre gewidmet.

Unter Regie des Rathenower Heimatbund e.V. erschienen in den letzten Jahren 21 regionalgeschichtliche Publikationen. Dazu zählen auch acht Sonderausgaben zum jährlichen Rathenower Heimatkalender. Für sieben dieser Sondereditionen zeichnet als Autor maßgeblich der Premnitzer Regionalgeschichtsfreund Werner Coch verantwortlich. 

Werner Coch mit neuer Broschüre: Er stellt sie am 12. Mai 2026 im Torhaus vor. Foto: Stefan Nitsche

Unlängst wurde Coch für seine besonderen Verdienste bei der erfolgreichen Aufarbeitung der Regionalgeschichte durch den Landrat mit der havelländischen Ehrenamtsmedaille ausgezeichnet. Am 12. Mai 2026 wird er ab 17.00 Uhr in den Räumen des Rathenower Torhauses, unweit der Gaststätte „Zum Alten Hafen“, bei freiem Eintritt seine neuste Publikation öffentlich vorstellen. Es handelt sich dabei um die Broschüre „Der Rathenower Friedhof am Weinberg“, also die neunte Sonderausgabe zum Rathenower Heimatkalender.

Der großflächige und historisch bedeutende evangelische Friedhof am Weinberg gilt weit über die Stadtgrenzen hinaus als ein Kleinod der Friedhofskultur. Er ist nicht nur ein weitläufiger Park und eine grüne Lunge mitten in Rathenow, sondern auch ein besonderer Ort regionaler Geschichte.

Seit fast 300 Jahren finden hier auch bedeutende Persönlichkeiten der Gesellschaft ihre letzte Ruhestätte. Viele historische Grabanlagen sind bis heute erhalten geblieben und zeugen vom früheren Leben sowie von der Entwicklung der Stadt zu einem wichtigen Industriestandort. So fand auch der Begründer der optischen Industrie in Rathenow, Johann Heinrich August Duncker, hier vor fast 183 Jahren seine letzte Ruhestätte.

Die reichhaltige Geschichte sowie die interessante Entwicklung des Friedhofs verdiente es, einem möglichst breiten Kreis von Interessierten zugänglich gemacht zu werden. Aus diesem Grund beschlossen der Memento e.V. und der Rathenower Heimatbund e.V. vor einiger Zeit, hierzu gemeinsam eine Broschüre herauszugeben. Maßgeblich unterstützt wurde das Vorhaben durch einen privaten Spender. Als Autor konnte Werner Coch gewonnen werden.

Auf knapp 100 Seiten ist es ihm nun gelungen, die zahlreichen Details des Friedhofs eingehend zu erfassen und anschaulich zu beschreiben. Der Bogen spannt sich vom Ursprung der Anlage über den Bau des Torhauses bis zur Errichtung der Auferstehungskirche. Darüber hinaus werden zahlreiche auf dem Friedhof bestattete bedeutende Persönlichkeiten vorgestellt, die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Eine eingeheftete aufklappbare Karte zeigt darüber hinaus die wichtigsten Grabstätten und lädt dazu ein, den Friedhof mithilfe der Broschüre selbst zu erkunden.

Die Broschüre ist während der Veranstaltung und sodann im regionalen Handel erhältlich, in Rathenow unter anderem bei Tieke, Rühle, Xeroco und der Touristinfo am Kirchberg sowie in den Post- und Lottoshops in Premnitz und Milow.

Alternativ besteht die Möglichkeit, die Broschüre auf der Internetseite www.rathenower-heimatbund.de oder telefonisch unter 03385/510232 bei Tieke zu bestellen und per Post zusenden zu lassen.

Durch kleine Gitterstäbe hindurch ist ein Hahnenkopf zu sehen. Der Hahn ist dunkelbraun mit einem roten Kamm.

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