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Freitag, 8. Mai 2026

An der Unteren Havel: mit Nixe ein Denkmal gesetzt

Bahnitz, Havelland, Milower Land
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Die Nixe am Ufer der Havel in Bahnitz (Gemeinde Milower Land) ist ein Werk von Christa Biederbick (1940-2026). Foto: René Wernitz / Archiv

Wassertouristen auf der Unteren Havel sehen das Kunstwerk nur von hinten. Es steht seit dem Jahr 2000 am Flussufer und ist ein Werk von Christa Biederbick, die am 12. April 2026 verstarb.

2013 hatte sich das idyllisch an der Havel gelegene Bahnitz ein Ortswappen zugelegt. Es zeigt eine Nixe. So gesehen hatte Christa Biederbick (1940-2026) vor 26 Jahren das Wahrzeichen geschaffen, das indirekt noch mehr anzeigt. In Bahnitz ist Kunst zu Hause, Bahnitz gilt als ein Künstlerdorf.

Hier leben bzw. arbeiten mehrere Künstler. Im Ort besteht der Kunstverein Bahnitz e.V., dem Christa Biederbick seit Gründung (2017) angehörte: Auf seiner Internetseite ist aktuell zu lesen: „Christa Biederbick war weit mehr als eine international anerkannte Künstlerin – sie war eine prägende Seele, ein schöpferischer Geist und ein unverzichtbarer Teil des kulturellen Lebens in Bahnitz. Als Gründungsmitglied des Kunstvereins Bahnitz hat sie über Jahrzehnte hinweg das künstlerische Miteinander geprägt, inspiriert und mit Herzblut gestaltet. Seit 1995 war sie eine tragende Kraft im Künstlerdorf Bahnitz – leise, aber eindringlich, bescheiden und zugleich voller Ausdruck. Sie besaß die besondere Gabe, Schönheit im Alltäglichen sichtbar zu machen und andere dazu zu ermutigen, selbst kreativ zu sein.“

Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit habe das plastische Menschenbild gestanden, das die menschliche Befindlichkeit hinter der äußeren Hülle sichtbar werden ließ: Freude, Trauer, Aggression, In-sich-gekehrt-Sein, Einsamkeit … Sie habe sich dabei auch mit Themen wie Gesellschaft, der Rolle der Frau, Krieg, Vergänglichkeit und Existenz auseinandergesetzt. Ihre eigene emotionale Betroffenheit sei dabei der Impuls gewesen, diese Themen zum Ausdruck zu bringen, wie es weiter über Christa Biederbick heißt.

„Mit ihr verlieren wir nicht nur eine außergewöhnliche Künstlerin, sondern auch einen warmherzigen Menschen, dessen Blick auf die Welt von Tiefe, Sensibilität und Aufrichtigkeit geprägt war. Ihr Wirken wird in ihren Bildern und Skulpturen, in den Erinnerungen der Menschen und im Geist des Kunstvereins Bahnitz weiterleben.“ Ihre Vita findet sich auf www.christa-biederbick.de.

Durch kleine Gitterstäbe hindurch ist ein Hahnenkopf zu sehen. Der Hahn ist dunkelbraun mit einem roten Kamm.

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