Acht neue Räume für Fontane-Schule in Ketzin/Havel
Mit dem Einbau einer Zeitkapsel in das Fundament startete kürzlich offiziell der Bau des Hauses 3 der Theodor-Fontane-Oberschule in Ketzin/Havel. Für Ulrike Witschas, Direktorin der Bildungseinrichtung, ist das „ein besonderer Moment“, auf den sie 20 Jahre gewartet hätten, wie sie zu dieser Grundsteinlegung sagte. Die Zeitkapsel enthalte Erinnerungen an das Hier und Jetzt.
Sichtlich erfreut und erleichtert über den nun vollzogenen Baustart war auch Bürgermeisterin Katrin Mußhoff, denn der Genehmigungsprozess hätte sehr lange gedauert. Nun sei es endlich möglich, bestmögliche Lernbedingungen für die Schüler zu schaffen und das sei ein besonderer Tag, sowohl für die Stadt als auch für die Schule. Sie erinnerte auch an die lange Tradition der Bildungseinrichtung, die seit 1874 besteht.
Ein Blick in die Schulgeschichte zeigt, dass es in der Havelstadt seit 1541 eine Schule gab, in der der Küster unterrichtete. 1874 wurde das Haus 1 gebaut. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann hier der Unterricht wieder am 1. Oktober, und zwar mit rund 700 Schülern und zehn Lehrern. Wegen der hohen Schülerzahlen wurde das Haus 2 angebaut, in dem der Unterricht zum Schuljahr 1962/63 begann.
Vor Jahren sanken die Schülerzahlen so dramatisch, dass eine Schulschließung als möglich erschien. Das änderte sich innerhalb weniger Jahre. Heute sind es fast 300 Schüler, die hier bis zur 10. Klasse unterrichtet werden.
Viele Jahre wurde über einen weiteren Anbau diskutiert und seitens der Stadt gerungen, um die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Unterricht zu schaffen. Das so genannte Haus 3 soll nach Informationen des Architekten Ralph Brandt Mitte des nächsten Jahres fertiggestellt sein. Acht moderne Räume entstünden. Zwei davon könnten im Erdgeschoss bei Bedarf zu einer Aula geöffnet werden und von der Fischerstraße aus gäbe es dann einen repräsentativen Eingang.
Wie er sagte, habe es bis zu diesem Tag monatelange Verzögerungen gegeben. Erst dauerten die archäologischen Untersuchungen des Baugrundes länger als geplant, anschließend verzögerten die langen Frostmonate den Baustart.
Johannes Funke, Landtagsabgeordneter, war gleichfalls froh, dass der Bau endlich startete. Er hatte geholfen, Finanzierungsprobleme zu klären. Von den 5,4 Millionen Euro Investitionen sind immerhin 1,5 Millionen Euro Fördermittel. All das Geschehen verfolgten die Fontane-Schüler ganz unmittelbar an der Baugrube. Der Beifall an vielen Stellen des offiziellen Teils zeigte, dass sie sich wohl auch auf den angekündigten zeitgemäßen Unterricht in den acht modernen Fachräumen freuen.





