Acht Exmoor-Ponys für die Döberitzer Heide
Am 31. März 2026 war es so weit, auf die neu eingezäunten Flächen der sogenannten Hasenheide in der Döberitzer Heide (Nähe Havelpark Dallgow) sind die ersten großen Pflanzenfresser eingezogen: acht Exmoor-Ponys. Von der dort geplanten ganzjährigen, extensiven Beweidung profitieren zahlreiche seltene und bedrohte Tier-, Pilz- und Pflanzenarten, die auf offene, nährstoffarme Standorte angewiesen sind, heißt es von der Heinz-Sielmann-Stiftung, in deren Besitz sich die Döberitzer Heide befindet.
Die acht Exmoor-Ponys gehören zum Betrieb „Döberitzer Heide-Galloways“, wurden am Dienstag im Rahmen eines öffentlichen Weideauftriebs auf die Flächen gebracht und im Beisein der Heidekönigin Diana Beyer-Stadelmeier in die weitläufige Offenlandschaft entlassen. Dort werden die Tiere nun das ganze Jahr über leben und grasen. Die Exmoor-Ponys werden in ihrer Heimat, dem englischen Exmoor, bis heute in halbwilden Herden ganzjährig in weiten, kargen Heidelandschaften gehalten.
Jochen Paleit, Vorstandsvorsitzender der Heinz-Sielmann-Stiftung, erklärt: „Große Pflanzenfresser sind für die naturschutzfachliche Landschaftspflege der Döberitzer Heide ein Schlüssel zum Erfolg. Die Exmoor-Ponys tragen durch ihre Lebensweise zur Artenvielfalt bei. Jeder Hufabdruck, jeder Verbiss, jeder Dunghaufen beeinflusst das Ökosystem positiv.“
Auch Landwirt Helmut Querhammer unterstreicht: „Als Landwirt und Naturliebhaber habe ich früh gelernt, dass Artenvielfalt immer dort entsteht, wo die Landschaft Struktur hat – offene Stellen neben Gebüsch, kurzes Gras neben Rohboden. Genau das schaffen diese Ponys.“ Schon seit über 30 Jahren arbeitet sein Familienbetrieb „Döberitzer Heide-Galloways“ im Sinne des Natur- und Landschaftsschutzes.





