24. August 2026: Gesamtschulstart in Premnitz mit 78 Siebtklässlern
Bislang Oberschule, jetzt Gesamtschule Premnitz: Der Wandel ist vollzogen! Am Montag wurden 78 Schüler in den siebten Klassen begrüßt und eingeschult.
Neu ist auch Rektorin Dr. Wiebke Rutz, die die Geschicke der Oberschule Premnitz übernommen hat. Zuvor war sie 17 Jahre lang an der größten Gesamtschule Brandenburgs, in Falkensee, als Konrektorin tätig. Nach Rücksprache im Familienrat (Ehemann und zwei Kinder) hat sie sich auf die Stelle an der wohl kleinsten Gesamtschule erfolgreich beworben und pendelt jetzt zwischen Falkensee und Premnitz.
Fachkräftetechnisch erfreulich, dass bei Start alle Lehrerstellen besetzt sind. Die neuen 78 Siebtklässler reihen sich in die Gesamtzahl von 275 Kindern ein. Wer mag, kann jetzt in Premnitz das Abitur ablegen. Vor Schließung des örtlichen Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums haben 2010 die letzten Schüler hier ihre Reifezeugnisse erhalten. Aus dem Gymnasium war die Oberschule geworden.
Der jetzt vollzogene Wandel hatte langen Vorlauf. „Als SPD haben wir schon seit dem Jahr 2019 auf die wachsenden Schülerzahlen hingewiesen und auf den Standort Premnitz für eine weitere Gesamtschule im Westhavelland aufmerksam gemacht“, so die damalige SPD-Stadtverordnete Katja Poschmann im Mai 2022.
Ihr damaliger Parteigenosse im Bürgermeisteramt, Ralf Tebling, hatte in dem Zusammenhang die Stadt als verlässlichen und solventen Partner angepriesen. Platz zur eventuellen Erweiterung der Oberschule sei vorhanden, ÖPNV und SPNV würden vor der Haustür starten und enden, so Tebling seinerzeit: „Die Stadt wird im Benehmungsverfahren natürlich eine positive Stellungnahme abgeben.“ Laut seinen Vorstellungen sollte die Änderung der Schulform schon spätestens zum Schuljahr 2025/26 vollzogen werden. Der zum finalen Beschluss gestellte Antrag der Stadt Premnitz zur Umwandlung in eine Gesamtschule wurde allerdings erst im Juli 2025 zum Gegenstand in der Stadtverordnetenversammlung.

Rechtzeitig fertig wurde der neue Anbau mit acht Klassenräumen, sechs Nebenräumen sowie einem Saal, so dass jetzt 1.500 Quadratmeter mehr als Nutzfläche zur Verfügung stehen. Vor der letzten Sitzung vor der Sommerpause, im Juni 2026, hatten die Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung die neuen Klassenräume bereits in Augenschein nehmen können. Sie sind modern und hell eingerichtet und verfügen über Smartboards, also elektronische Tafeln. Die Kosten von 5,6 Millionen Euro wurden mit 3,6 Millionen Euro gefördert. Die restlichen 2 Millionen Euro steuerte die Stadt aus ihrem Haushalt bei.
Am 23. September 2026 lädt die neue Rektorin mit ihrem Team die interessierte Öffentlichkeit zum Herbstfest ein. Hier wird der neue Anbau feierlich eröffnet. Für Grundschüler und ihre Familien ist auch der 9. Januar 2027 von besonderem Interesse. Dann ist Tag der offenen Tür. In der zweiten Januarwoche folgen dann Schnuppertage für Sechstklässler, wobei sie das Schulleben kennenlernen können.





