20 Jahre Feuerbestattungen Brandenburg GmbH im 100-jährigen Krematorium
Zum Doppeljubiläum wurde in das Krematorium in der Willi-Sänger-Straße 17 eingeladen: Die Feuerbestattungen Brandenburg GmbH hatte als 20-jähriger Betreiber des Krematoriums Brandenburg an der Havel eingeladen, das wiederum selbst auf eine 100-jährige Geschichte zurückblickt. Seit seiner Einweihung am 17. Oktober 1926 hat sich nicht nur die Bestattungskultur verändert – auch die Geschichte der Stadt und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben das Krematorium und das angrenzende Friedhofsareal geprägt.
Mit dem Bau am Nordhang des Marienbergs wurde 1925 ein architektonisch besonderer Ort geschaffen, der den Menschen eine weitere Möglichkeit des Abschieds und der Erinnerung eröffnete. Die erste hier bestattete Urne nahm Oberbürgermeister Walther Ausländer auf.
Seit 2006 wird das Krematorium von der Feuerbestattungen Brandenburg GmbH betrieben. Geschäftsführer Rudolf Knedlik fasste die Entwicklung zusammen, die maßgeblich von Gregor Walkusch als Betriebsleiter geprägt war. Nach dessen plötzlichem Tod übernahm seine Frau Ute Walkusch die Leitung und wurde ebenso für ihr Wirken gelobt. Für die Zukunft ist Vorsorge getroffen: Der neue Betreibervertrag reicht bis ins Jahr 2047. Im nächsten Jahr wird in eine moderne Ofenenanlage investiert und die Betriebsleitung wird allmählich Steffen Triebat übertragen.
Woran sich nichts ändern wird: Alle Mitarbeitenden stehen für einen würdevollen und respektvollen Umgang mit den Verstorbenen und Hinterbliebenen. Und: „Das Brandenburger Krematorium zählt zu den schönsten in ganz Deutschland“, findet Rudolf Knedlik.
Oberbürgermeister Daniel Keip sagte im Rahmen der Feierstunde zu den Anwesenden: „Wenn wir heute auf 100 Jahre Krematorium zurückblicken, sehen wir mehr als ein Gebäude und mehr als eine technische Einrichtung. Wir sehen einen Ort, an dem sich ein Jahrhundert Bestattungskultur widerspiegelt, an dem Menschen Abschied genommen haben und bis heute Abschied nehmen – und der uns zugleich an die Würde jedes einzelnen Menschen erinnert. Das Ensemble aus Krematorium und Friedhof macht aber auch deutlich, dass dies kein Ort am Rande der Stadt, sondern mittendrin – mitten im Leben ist.“
Das Krematorium hat sich in einem Jahrhundert vielfach verändert. Seine zentrale Aufgabe ist jedoch geblieben: Menschen in einem der persönlichsten und schwersten Momente ihres Lebens einen würdevollen Abschied zu ermöglichen. So wird das Krematorium auch in Zukunft ein schöner, geschichtsträchtiger und würdevoller Ort des Abschieds und der Erinnerung in Brandenburg an der Havel bleiben.
Ein eigenes Bild vom Krematorium können sich Interessierte wieder am Tag des offenen Denkmals machen – am 13. September zwischen 11 und 15 Uhr werden Besucher empfangen und Führungen angeboten.





