100 Jahre „Havelgarten“: Seine Halbierung hat der Verein gut verkraftet
„Freiheit“, „Frohsinn“ und „Sorgenfrei“ sind nur drei von mehr als zwei Dutzend Kleingartenvereinen in Rathenow. Manche gaben sich Namen, die durch die Lage bestimmt sind. „Havelgarten“ ragt dieser Tage als Jubilar heraus.
Zur Sparte gelangt man, wenn man ab Torhaus zum Friedhof dem Havelweg bis kurz vor der ICE-Trasse folgt. Das Havelufer ist rund 50 Meter entfernt. Früher lockte ein Vereinsheim, das inzwischen eine abgeschlossene Episode im jetzt 100-jährigen Bestehen darstellt. Die Gründung des Gartensparte Havelgarten e.V. war am 8. Mai 1926 erfolgt.
Laut dem heutigen Vereinsvorsitzenden, Peter Hegner, bestanden im Ursprung 79 Parzellen. Schon ab 1. September 1926 stand ein Vereinsheim zur Verfügung, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1950 wiedererrichtet wurde. Es musste 1992 der ICE-Trasse weichen, ebenso wie 40 Parzellen. Man könnte also von einer Halbierung sprechen, die dieser Rathenower Kleingartenverein zu verkraften hatte. Heute beläuft sich die Spartenfläche auf insgesamt rund 2,8 Hektar.
Kultureller Mittelpunkt ist ein früherer Kohleschuppen, der nach 1993 zum neuen Vereinsheim ausgebaut wurde. Am Tag nach dem großen „Havelgarten“-Jubiläum, 9. Mai 2026, wird dort vereinsintern gefeiert.





