Mehr
Freitag, 8. Mai 2026

Preisträger für Franz-Bobzien-Preis kommen aus Ludwigsfelde und Falkensee

Falkensee, Ludwigsfelde
Auf einer Bühne stehen mehrere Preisträger.
Die beiden Preisträger teilen sich das Preisgeld von 5.000 Euro. Foto: Andreas Herz

2026 sind erstmals zwei Initiativen mit dem Preis der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhauen ausgezeichnet worden. ​

Mit dem zweijährig vergebenen Franz-Bobzien-Preis der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhausen sind in diesem Jahr erstmals zwei Preisträger ausgezeichnet worden. Das ist zum einen das Projekt „Demokratie erfordert Engagement – Tu was!“ unter Federführung des care4democracy e.V. aus Falkensee sowie das Projekt „Spurensicherung“ des Arbeitskreises „Zwangsarbeit Gedenken“ aus Ludwigsfelde.​

Der noch junge, überparteiliche Verein aus Falkensee setzt bewusst auf niedrigschwellige Formate, um über die Geschichte des Faschismus aufzuklären und demokratische Werte zu fördern. Dafür organisiert er regelmäßig Lesungen, Filmabende, Diskussionsveranstaltungen und Kunstaktionen, bei denen die Teilnehmer miteinander sowie mit geladenen Experten ins Gespräch kommen. Entstanden war der Verein als Reaktion auf zunehmende, demokratiefeindliche Tendenzen und eine wachsende rechtsextreme Szene in der Stadt. 

Das Projekt „Spurensicherung“ macht die fast vergessene Geschichte eines ehemaligen KZ-Außenlagers des NS-Rüstungssystems in Ludwigsfelde sichtbar. Mehr als zehntausend Zwangsarbeiter wurden dort während der NS-Zeit in der Flugzeugmotorenproduktion eingesetzt. In der Stadt erinnert heute kaum noch etwas daran. Mit Gedenkspaziergängen, Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen sowie einer Website mit interaktiver Karte möchte der Arbeitskreis die verschütteten Spuren wieder freilegen. Die Auszeichnung der beiden Projekte nahm in Vertretung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, als Schirmherr des Franz-Bobzien-Preises, Staatssekretär Dr. Johannes Wagner aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt vor. Die Projekte teilen sich das Preisgeld von 5000 Euro. 

„Beide Projekte machen auf ihre Weise deutlich, dass Demokratie und Toleranz nicht nur große, hehre Worte sind, sondern dass die Werte, für die sie stehen – Menschlichkeit Respekt, Freiheit, Teilhabe und die Achtung von Menschenrechten – tagtäglich in Brandenburg von engagierten Menschen mit Leben erfüllt werden“, würdigte der Staatssekretär die beiden Gewinnerprojekte in seiner Ansprache.

Durch kleine Gitterstäbe hindurch ist ein Hahnenkopf zu sehen. Der Hahn ist dunkelbraun mit einem roten Kamm.

BraLa 2026 startet – positive Signale für 2027 vom Landkreis

Als am Mittwoch, 6. Mai 2026, Landkreis, Landesbauernverband, pro agro e.V. und das MAFZ zu einer Pressekonferenz nach Paaren im...
Mehrere Menschen halten ein weiß-rotes Band und Scheren in der Hand. Im Hintergrund ist ein Kreisverkehr zu sehen, der Himmel ist blau, die Sonne scheint.

Neuer Kreisverkehr in Schönwalde-Glien soll auch bremsen

Nach rund elf Monaten Bauzeit ist am 30. Mai 2026 in Schönwalde-Dorf an der L20 der neue Kreisverkehr freigegeben worden....
Freibad Jüterbog

Jüterbog lädt Besucher bei freiem Eintritt zur Eröffnung der Badesaison ein

Im Freibad startet offiziell die Saison am Freitag, 15. Mai. Von 11 bis 19 Uhr sind alle Bürger zur großen...
veranstaltungsplakat

Kloster Zinna: Vom Wohnhaus zum Museum

Anfang der 1950er Jahre hatten engagierte Mitglieder des Ortskulturaktivs die Idee, das Abtshaus – das damals noch als Wohnhaus genutzt...
Ein graues Gebäude aus dem Rauch aufsteigt, davor ein Feuerwehrauto und mehrere Feuerwehrleute.

Brand im Theater der Freundschaft in Nauen

Es war 14.34 Uhr als am Mittwoch, 6. Mai 2026, Brandalarm bei der Nauener Feuerwehr einging. Aus dem leer stehenden...
Inselblick Werder

Werderaner Inselspaziergang zum Muttertag

Zu einem unterhaltsamen Ausflug in die Geschichte Werders lädt die Stadtführerin Jutta Enke am Muttertag, 10. Mai, um 14.00 Uhr...
Offcanvas